Leitsatz

Präambel

Die Arbeit in evangelischen Kindergärten ist geprägt vom christlichen Menschenbild: Gottes Liebe
gilt jedem Menschen von Anfang an und verleiht ihm eine individuelle Wertschätzung. Dies zu erfahren
begründet unser Gott und Selbstvertrauen und ermutigt uns zu einem verlässlichen, vertrauensvollen,
freundlichen und weltoffenen Umgang miteinander.

Dies bedeutet für den Bildungsprozess im Kindergarten:
Die Kinder sind konstruierende Subjekte ihrer Bildung, die sich im Rahmen von unseren kulturellen
und religiösen Werten entwickeln. Daraus ergibt sich, dass alle in der Einrichtung Tätigen und die Verantwortlichen der Kirchengemeinde den Prozess der kindlichen Entwicklung durch eine lebendige Wegbegleitung unterstützen.

 

Erster Leitsatz

Foto: Kind im Experiment!In einem anregenden Umfeld, das die Kinder zum vielfältigen Entdecken und Experimentieren einlädt, ermöglichen und fördern wir Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Wir verständigen uns im Team darüber, welche Anregungen das Umfeld für die Kinder bietet. Wir ermöglichen den Kindern Begegnungen mit unter- schiedlichen Menschen an verschiedenen Orten. Wir stellen
den Kindern vielfältige Materialien zur Verfügung, die ganz-
heitliches Lernen ermöglichen und fördern. Wir begleiten und fördern die Kinder dabei, einen Zugang zu unterschiedlichen Medien zu finden.

 

 

Zweiter Leitsatz

Kontinuierliche Qualifizierung zum Thema Bildung, der Austausch und die Auseinandersetzung im Team darüber, befähigen uns, die Bildungsprozesse der Kinder zu erkennen und kompetent zu begleiten.

Wir qualifizieren uns umfassend zum Thema „Bildung".

Wir berichten im Team über die durch Qualifizierungsmaßnahmen erworbenen Kenntnisse und Inhalte
und tauschen uns darüber aus. Wir setzen uns im Team mit dem Begriff „Bildungsprozesse bei Kindern" auseinander.

Wir überprüfen unseren Kindergarten-Alltag im Hinblick auf förderliche Bildungsprozesse bei den Kindern und reflektieren unser Handeln.

 

Dritter Leitsatz

Foto: Kinder, verkleidet!Wir unterstützen die Kinder darin, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und in Gruppen-
situationen zu vertreten, um befriedigende Gemeinschaftserfahrungen zu machen.

Wir beobachten die Eigeninitiative der Kinder
in Gruppensituationen, dokumentieren sie und reflektieren sie im Team.

Wir geben jedem Kind Impulse, mit denen es
seine Stärken und Fähigkeiten in der Gruppe erproben und weiterentwickeln kann.

Wir verständigen uns im Team darüber, was wir unter befriedigender Gemeinschaftserfahrung verstehen.

Wir schaffen vielfältige Möglichkeiten für befriedigende Gemeinschaftserfahrungen.

Wir beteiligen Kinder an Entscheidungsprozessen und befähigen sie zur Übernahme der Verantwortung
für sich selbst und für die Gemeinschaft.

 

Vierter Leitsatz

Wir nehmen die Interessen der Kinder wahr, fördern ihre Neugier und Eigeninitative, um ihr Wissen zu erweitern und zu festigen. Wir beobachten die Interessen und Kompetenzen der Kinder, hören ihnen aufmerksam zu und stellen weiterführende Fragen.

Wir nutzen unsere Beobachtungen und unterstützen die Kinder durch eine entsprechende Raum-, Angebots- und Zeitgestaltung.

Wir ermutigen die Kinder, die Freude am eigenen Tun weiter zu entwickeln und bestärken sie in ihrer Ausdauer und Konzentration.

Wir eröffnen uns und den Kindern Horizonte für herausforderndes Lernen.

 

Fünfter Leitsatz

Foto: Kinder beim bemalen!Durch Beobachtung, Dokumentation und Reflexion unterstützen wir aktiv die Bildungsprozesse der Kinder.

Wir planen regelmäßig Zeit zur Beobachtung der Kinder ein
und reflektieren im Team die Ergebnisse und Erfahrungen.

Wir setzen uns im Team mit den vielfältigen Möglichkeiten der Dokumentation im Hinblick auf Bildungsprozesse auseinander und vereinbaren für uns die geeigneten Formen.

Wir entwickeln im Team ein Beobachtungssystem, mit dem
wir Bildungsprozesse erkennen und unser Handeln daraufhin reflektieren können.

Wir nutzen die Beobachtungen und Dokumentationen, um Eltern die Bildungsprozesse ihrer Kinder sichtbar zu machen. In an
regender Art und Weise dokumentieren wir Bildungsprozesse
mit Kindern und für Kinder.

Chance und Herausforderung des IQUE Prozesses liegen darin, dass alle Beteiligten definieren, welche Inhalte Qualität ausmachen und gemeinsam Qualitätsziele zur Schlüsselsituation bestimmen und überprüfen. Die Arbeit an der Schlüsselsituation „Bildungsprozesse" erfordert es, sich möglichst umfassend mit dem Thema Bildung auseinander zu setzen und verschiedene Zugänge zu nutzen.

 

 

 

Quelle: Bildungsprozesse in Ev. Kindertageseinrichtungen der Kirchenkreise
Münster, Tecklenburg, Steinfurt-Coesfeld-Borken

 

Startseite

Seitenanfang

 

 

 

 

Schriftzug, Ev. Kindergarten

P i c t o r i u s s t r a s s e 21 - 48231 Warendorf

 

Bildband des Ev. Kindergartens Warendorf